Stelle in Düsseldorf

Diese Woche werde ich eine neue Stelle als Dozent für Musiktheorie am musikwissenschaftlichen Institut der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf antreten und bin hochgradig gespannt auf diese neue Herausforderung. Ich werde für das künstlerische Lehrangebot im Rahmen des Bachelor-Ergänzungsfachs Musikwissenschaft der Heinrich Heine Universität Düsseldorf verantwortlich sein, darunter Seminare und Übungen in satztechnischen Grundlagen, Formenlehre, Klavierpraxis und Propädeutik der Musiktheorie. Einstweilen werde ich weiterhin in Berlin leben und für zwei Tage die Woche nach Düsseldorf pendeln.

Konferenz in Sankt Petersburg

Gerade bereite ich ein Paper für die Konferenz »Kulturraum Russland: Entstehung und Transformationen« vor, die am kommenden Wochenende am Staatlichen Institut für Kultur und Kunst in Sankt Petersburg stattfinden wird. Eine Sektion derselben ist der Musik Nikolaj Metners gewidmet. Mein Beitrag beschäftigt sich mit hybriden Werktiteln und der Durchlässigkeit musikalischer Gattungen in Metners Schaffen. Obwohl die Veranstaltung deutliche Mängel aufweist, was das Organisatorische und die Publicity betrifft, sehe ich der Reise doch gespannt entgegen und freue mich, Sankt Petersburg wiederzusehen.

Am Klavier – Musik und Lyrik

Dem fortwährenden Bestreben, die gemeinsamen Ursprünge aller künstlerischen Inspiration zu ergründen und zu verdeutlichen, verdankt sich das Zustandekommen eines interdisziplinären Konzertprojekts. Am Samstag, den 24. März, um 19 Uhr werde ich gemeinsam mit meinem bezaubernden Kollegen Klas Yngborn ein Hauskonzert in Berlin-Zehlendorf gestalten. Das hybride Programm kombiniert Merkmale einer lyrischen Lesung und eines Klavierabends: Klas wird einige der schönsten Beispiele expressionistischer Poesie rezitieren, derweil ich eine Auswahl faszinierender Klavierwerke des frühen 20. Jahrhunderts beisteuere. Nähere Details zum Programm finden sich auf dieser Veranstaltungsseite bei Facebook.

Wandel an den Berliner Musikschulen?

Derzeit geschieht etwas an den öffentlichen Musikschulen Berlins, das seit einiger Zeit nicht mehr vorgekommen ist: Es werden Festanstellungen vorgenommen. An der Tatsache, dass die kommunale Musikausbildung fast vollständig in den Händen von Freiberuflern liegt, wird sich allerdings auf absehbare Zeit nichts ändern, auch wenn der Anteil der im Angestelltenverhältnis tätigen Mitarbeiter an den Bezirksmusikschulen nun von 7% auf 20% erhöht werden soll. Abgesehen von einer seltsamen Kontroverse zwischen Senat und Musikverbänden, wie vielen Vollzeitäquivalenten dieser Zuwachs entspricht, bleiben einige weitere Fragen offen. Sollten die neu geschaffenen Stellen öffentlich ausgeschrieben werden oder gezielt den freien Mitarbeiten einer Musikschule zu Gute kommen? Ist es hinnehmbar, wenn Bewerber_innen nur auf Grundlage eines Vorstellungsgesprächs eingestellt werden, ohne ihre Qualifikation in einer Lehrprobe oder einem Vorspiel nachzuweisen? Und schließlich: Weshalb werden Festanstellungen als wichtiger angesehen als grundsätzliche Fragen zum Qualitätsmanagement und zur Nachhaltigkeit der musikalischen Grundausbildung?