Zwei Chorkonzerte stehen bevor. Ich werde wieder mit dem Vokalsystem Berlin auftreten, und zwar in einem konzeptuellen Programm namens »Symmetrien« mit Musik von Johann Sebastian Bach, John Tavener, Arvo Pärt, Caroline Shaw, Pink Floyd und Radiohead. Das Konzert wird eine multiperspektivische Crossover-Erfahrung präsentieren, in der sich Einflüsse aus traditioneller Kunstmusik, Swing und zeitgenössischen Stilen verbinden und die Singstimmen mit Schlagzeug, E-Gitarre und Orgel kombiniert werden. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei wäret: in der Martin-Luther-Kirche Neukölln am Samstag, 14. Februar, 20 Uhr oder am Sonntag, 15. Februar, um 18 Uhr. Tickets gibt es hier.
Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus
Zu Beginn dieser Woche hatte ich die Gelegenheit, vor dem Ausschuss für Kultur, Engagement und Demokratieförderung des Berliner Abgeordnetenhauses zu sprechen. Ich war als Vertreter meines Berufsverbands, des Tonkünstlerverbands Berlin, im Rahmen einer Anhörung von Expert:innen und Verwaltungsmitarbeiterinn:en beteiligt, in der es um die aktuelle Personalsituation an den öffentlichen Musikschulen Berlins und um die Finanzierung und Implementierung einer höheren Festanstellungsquote im Lehrkörper ging. In meiner Stellungnahme habe ich mich für eine faire Vergütung aller an der Versorgung mit Musikschulunterricht teilhabenden Personen und für die Gleichbehandlung von Lehrkräften an öffentlichen und privaten Institutionen sowie soloselbstständig tätiger Musikpädagog:innen eingesetzt. Eine Aufzeichung der Sitzung ist hier zu finden (meine Redebeiträge starten bei Timecode 51:37 und bei Timecode 2:09:36).
Arbeit an Musikschulen in Berlin
Für den Tonkünstlerverband Berlin habe ich eine Stellungnahme zur aktuellen Musikschulpolitik des Berliner Senats verfasst. Darin begrüßen wir den Vorstoß der Regierungskoalition, mehr Festanstellungen an den öffentlichen Musikschulen zu schaffen, halten die derzeitigen Pläne aber für unzureichend, um eine nachhaltige Versorgung mit Musikschulunterricht zu gewährleisten. Wir nehmen einen differenzierten Blick auf die musikpädagogische Landschaft in Berlin ein, die nicht nur aus den Angeboten der Bezirksmusikschulen, sondern auch denen der freien Musikschulen und der selbstständigen Musikpädagog*innen besteht. Dabei vertreten wir die Interessen von Lehrkräften in jeder dieser drei Säulen und setzen uns für faire Vergütungen in allen Tätigkeitsformen und Erwerbsmodellen ein. Hier könnt ihr das vollständige Statement lesen.
Fröhliche Feiertage in die Runde, und einen guten Jahreswechsel! Möge der Dezember für euch auf gelungene Weise zu Ende gehen ![]()
Dokumentation über Exzellenz im Musikbetrieb
Im vergangenen Sommer hatte ich das Vergnügen, als Interviewpartner an einer Audiodokumentation mitzuwirken, in der es um das Thema Exzellenz im klassischen Musikbetrieb und Kontexte wie Ausbildung, Wettbewerb, berufliche Anforderungen sowie ästhetische und künstlerische Ideale ging. Die Autorin Judith Rauwald hat durch ihre Fragen bewirkt, dass ich über einige Sachverhalte noch einmal neu nachgedacht und reflektiert habe. Hier stelle ich mit ihrem Einverständnis einen Zusammenschnitt zur Verfügung, der diejenigen Passagen der 45minütigen Produktion enthält, in denen meine Stimme zu hören ist. Vielen Dank für die produktive Zusammenarbeit!
Musik, Urheberrecht und Open Education
Gestern habe ich an einer faszinierenden Konferenz dieses Titels teilgenommen, ausgerichtet von der Open Music Academy und der Hochschule für Musik und Theater München im Saal X des Gasteig München. Die Veranstaltung wies ein beeindruckendes Line-up aus Künstler:innen, Dozent:innen und Rechtsexpert:innen auf, und ich habe den Gedankenaustausch mit Kolleg*innen aus ganz Deutschland sehr genossen. Es gab Vorträge von Frédéric Döhl, Friederike von Franqué und Fabian Rack sowie eine spannende und kontroverse Podiumsdiskussion mit Beiträgen von Matthias Hornschuh, Ulrich Kaiser, Renate Schmid und anderen. Ich selbst hatte das Vergnügen, einen Workshop über die Möglichkeiten der Plattform Open Music Academy und ihr Potential für den Musiktheorieunterricht. Herzlichen Dank an alle Organisator:innen, insbesondere Ilka Mestemacher and Shinta Walker aus dem OMA-Team!
