Über Wendelin

Kurzbiographie

Wendelin Bitzan, geboren 1982, ist Musiker, Komponist und Musikforscher. Er studierte die Fächer Musiktheorie, Musikpädagogik, Klavier und Tonmeister in Detmold, Berlin und Wien und absolvierte die Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin mit drei Diplomen im Jahr 2010. Im Anschluss lehrte er Tonsatz, Analyse und Gehörbildung sowie Musik und Medien an Musikhochschulen und Universitäten in Berlin, Rostock und Detmold. Er konzertiert als Kammermusiker, Liedbegleiter und als Interpret eigener Kompositionen. Außerdem wirkt er als freiberuflicher Komponist und Autor und arbeitet an einem Dissertationsprojekt über russische Klaviermusik. Seine Publikationen zur Musiktheorie und Musikpädagogik sind in Periodika, Kongressberichten und Sammelbänden erschienen. Er ist zweifacher Vater und lebt mit seiner Familie in Berlin.

Curriculum vitae (PDF)
Künstlerisch-wissenschaftliches Profil in englischer Sprache (PDF)

Ausführliche Biographie

Wendelin Bitzan, geboren 1982 in Geseke (Westfalen), ist Musiker, Komponist und Musikforscher. Musikstudium ab 2003 an der Hochschule für Musik Detmold, ab 2005 an der Berliner Universität der Künste. Studienaufenthalt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 2009. Diplom in Instrumentalpädagogik mit dem Hauptfach Klavier 2007, Diploma in Musiktheorie und Tonmeister (Musikübertragung) 2010. Anschließend Lehraufträge und Gastdozenturen für Tonsatz, Analyse, Gehörbildung und Musik und Medien an der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik und Theater Rostock, der Hochschule für Musik Detmold, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Konzerttätigkeit als Kammermusiker und Liedbegleiter sowie als Interpret eigener Kompositionen. Derzeit Promotion im Fach Historische Musikwissenschaft über die Klaviersonaten des russischen Komponisten Nikolaj Metner, betreut von Christoph Flamm und Martin Eybl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Erste musikalische Verlautbarungen auf Glockenspiel, Blockflöte und Akkordeon. Klavierunterricht seit dem 10. Lebensjahr bei dem Komponisten und Musikpädagogen Lajos Papp (Oldenburg), ab 1996 bei der Konzertpianistin Almut Preuß-Niemeyer (Hannover). Meisterkurse bei Beatrice Berthold (Hannover) und Hans Leygraf (Salzburg). Mehrere Teilnahmen an den Wettbewerben Jugend musiziert und Jugend komponiert, Preise auf Landes- und Bundesebene in den Kategorien Klavier, Kammermusik und Lied; Auszeichnungen bei weiteren nationalen Musikwettbewerben. Pianistische Ausbildung im Studium bei Matitjahu Kellig, Wilhelm von Grunelius und Thomas Menrath. Gesangsausbildung im Nebenfach; Mitwirken im Kammerchor der Universität der Künste Berlin sowie in Vokalensembles und Oratorienchören. Prägende Impulse in den Fächern Musiktheorie und Analyse von Hartmut Fladt und Stefan Prey. Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Minden sowie der Keller-Budenberg-Stiftung Berlin. Praktika in den Musikschulen Porta Westfalica und Berlin-Friedrichshain, beim Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg, bei der Genuin recording group Leipzig und bei dem Mikrophonhersteller Georg Neumann GmbH.

Tätigkeit als Komponist seit 1999, zeitweilig auch Produktion von elektronischer Tanzmusik. Werke vor allem im Bereich der Kammermusik (Duos für Bläser und Streicher mit Klavier, zwei Streichquartette, ein Klaviertrio, ein Bläsertrio, ein Bläserquintett, eine Filmmusik), Klaviermusik (vier Sonaten, zwei Phantasien, 24 Präludien, weitere mehrteilige Zyklen) und Vokalmusik (eine Kammeroper nach Oscar Wilde; Lieder nach Stefan George, J. R. R. Tolkien und Alfred Brendel sowie zahlreiche Chorwerke). Aufführungen in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Südkorea und den Vereinigten Staaten. Auftragswerke für Musiker und Institutionen, regelmäßige Tonaufnahmen eigener Kompositionen.

Schwerpunkte der Forschungstätigkeit: Russische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, Gattungen der Klaviermusik (Sonaten und Zyklen), historische Sonatentheorien, Kontrapunkt der Renaissance. Veröffentlichung von Aufsätzen zu musiktheoretischen und musikpädagogischen Themen in Tagungsbänden, Fachzeitschriften und anderen Periodika. Publikation der Arbeit Auswendig lernen und spielen. Über das Memorieren in der Musik im Jahr 2010 (Peter Lang, Frankfurt am Main). Referate bei Kongressen der deutschen und russischen Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH, OTM) und der European Piano Teachers Association (EPTA) sowie bei der European Music Analysis Conference (EuroMAC). Freiberufliche Tätigkeit als Autor und Komponist für verschiedene Auftraggeber aus Verlagswesen und Musikwirtschaft. Zahlreiche Rezensionen von Tonträgern und Konzerten; Konzertmoderationen, Werkeinführungen und Textbeiträge für Livestream-Musikübertragungen; Notensatzarbeiten und Arrangements.