Dissertation

Die Sonate als zeitloses Prinzip

Die frühen Klaviersonaten Nikolaj Metners:
Analytische Studien zur Entstehung, zum Stil und zur Kompositionstechnik

Ich habe kürzlich meine musikwissenschaftliche Dissertation zur Musik des russischen Komponisten Nikolaj Karlovič Metner (1880–1951) abgeschlossen. Metners achtzehn Werke umfassendes Sonatenschaffen stellt einen maßgeblichen Beitrag zu dieser Gattung dar. Wie seine Landsleute Aleksandr Skrjabin und Sergej Prokof’ev setzte sich der Komponist zeitlebens mit den ästhetischen und formalen Möglichkeiten der Klaviersonate auseinander und trug entscheidend dazu bei, das historisch gewachsene Prinzip vom 19. ins 20. Jahrhundert zu überführen. Im Gegensatz zur Musik der genannten Zeitgenossen sind Metners Werke weithin noch kaum bekannt oder werden unterschätzt, obwohl sie durch ihre Formenvielfalt, ihre differenzierte und rhythmisch komplexe Textur, ihre reizvolle Tonsprache und Narrativität sowie ihre spirituelle Tiefe bestechen.

Abstract der Dissertation in englischer und deutscher Sprache (PDF)
Probekapitel mit Analysen der Sonaten op. 5, op. 11 und op. 27 (PDF)


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Meine jüngsten Publikationen zu Metner sind ein Aufsatz über Symmetrien in der Sonaten-Triade op. 11 und der g-Moll-Sonate op. 22, über die e-Moll-Sonate op. 25 Nr. 2 (deutsch), sowie eine Analyse der Sonate-Ballade op. 27 (englisch).