Dissertation

Die Sonate als zeitloses Prinzip

Die frühen Klaviersonaten Nikolaj Metners:
Analytische Studien zur Entstehung, zum Stil und zur Kompositionstechnik

Die Dissertation widmet sich den frühen Klaviersonaten des russischen Komponisten Nikolaj Karlovič Metner (1880–1951), die im Kontext ihrer Gattungsgeschichte und im Vergleich mit Musik anderer Urheber betrachtet werden. Ein Hauptanliegen der multiperspektivischen Analysen ist es, den Werkkorpus in ästhetische Kontexte der Entstehungszeit einzubetten und die Einzelwerke als Spezialfälle des ›Sonatenprinzips‹, eines zeitlosen Formkonzepts, darzustellen. Die Studie gliedert sich in drei Sektionen, deren erste die Entwicklungen des Sonatenkomponierens vor Metner zusammenfasst und Traditionslinien in Westeuropa und Russland nachzeichnet. Der zweite Teil ist eine Darstellung der Tonsprache Metners und ihrer stilistischen Merkmale. Der dritte und umfangreichste Teil präsentiert Detailanalysen von acht Klaviersonaten Metners und untersucht die Notentexte mit Hilfe aktueller Analysemethoden.

Volltext zum Download verfügbar auf musiconn.publish (Open Access)
Abstract der Dissertation in englischer und deutscher Sprache (PDF)


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Meine jüngsten Publikationen über Metners Musik sind ein Aufsatz über Symmetrien in der Sonaten-Triade op. 11 und der g-Moll-Sonate op. 22, über die e-Moll-Sonate op. 25 Nr. 2, sowie eine Analyse der Sonate-Ballade op. 27 (englisch).
Meine Forschung zu Metner habe ich auf Konferenzen und Symposien in London, Rostock, Kassel, Wien, Graz, Sankt Petersburg und Odessa präsentiert. Ein zukünftiger Vortrag wird in Leipzig (Januar 2020) stattfinden.