Gestern hat mich die traurige Nachricht vom Tode meines ehemaligen Lehrers Lajos Papp (1935–2019) erreicht, der einflussreichsten Persönlichkeit in der Musikausbildung meiner frühen Jugendzeit. Als Komponist und hingebungsvoller Klavierpädagoge, der über Jahrzehnte an der Musikschule Oldenburg beschäftigt war, hat Papp meine künstlerische Persönlichkeit in entscheidendem Maße geprägt, und ich schätze mich glücklich, sein Schüler gewesen zu sein. Auch wenn das Unterrichtsverhältnis nur etwa drei Jahre gedauert hat, zehre ich nach wie vor von seiner undogmatischen und einfühlsamen Haltung und seiner Fähigkeit, die Kreativität und das musikalische Erleben der Schüler_innen individuell zu fördern, und erkenne seinen Einfluss in meiner eigenen Lehr- und Musiziertätigkeit wieder. In Debrecen geboren, war Papp in der Tradition der ungarischen Musikausbildungstradition verwurzelt und machte mich mit den Werken Béla Bartóks sowie mit seinen eigenen Kompositionen vertraut, die für mich bis heute eine Quelle der Inspiration darstellen. Möge er in Frieden ruhen, und möge seine unverwechselbare Lehrmethodik auch weiterhin die Ausbildung vielversprechender junger Musiker_innen prägen!